David Ignatz Neumann (25. Mai 1894 – 1. November 1992) wurde in Rust in eine orthodox-jüdischen Familie geboren. Sein Vater, Moritz Neumann, war ein wohlhabender Kaufmann. 1901 zog die Familie nach Wien, wo David Neumann im Alter von 14 Jahren der zionistischen Partei Poale Zion („Arbeiter Zions“) beitrat. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er in die Armee der österreichisch-ungarischen Monarchie eingezogen und kehrte erst im November 1918 nach Wien zurück. In den Jahren nach dem Krieg wanderten vier seiner Geschwister nach Palästina aus. Bereits während seines ersten Aufenthalts in Palästina von Dezember 1923 bis Februar 1924 strebte David Neumann die Einwanderung an. Um die Voraussetzungen dafür zu erfüllen, absolvierte er in Wien eine Lehre als Messerschmied und ließ sich 1927 als Einziger mit diesem Beruf in Tel Aviv nieder. 1925 heiratete Neumann Rudolfine Hofstädter; das Paar bekam zwei Söhne, Mosche und Eli. Nach Neumanns Einwanderung nach Palästina folgte ihm die Familie dorthin nach. In Tel Aviv eröffnete Neumann zwei Geschäfte, in denen ihn später auch seine Söhne unterstützten. Er trat in Israel der Allgemeinen Zionistischen Partei (später Cherut bzw. Likud) bei und blieb zeitlebens politisch engagiert. Seine ersten Gedichte entstanden in den Jahren 1913/14; nach 1948 veröffentlichte er zahlreiche Werke in deutschsprachigen Verlagen.
Literatur und weiterführende Informationen: Die Deutsche Gedichtsbibliothek: Die Deutsche Gedichtsbibliothek: Zur Person David Ignatz Neumann, David Jdische Kulturzeitschrift: Die jüdischen Familien in Rust: Chronik der Freistadt Rust 1850-1950